Sonntag, 7. Dezember 2014

7 Tage - 7 Bilder. Ein Wochenrückblick


Die erste Adventwoche ist herum. Erste Kerze - erstes Türchen - erster Schnee...

Eigentlich hätte ich jeden Tag wohl 15 Minuten früher aufstehen müssen, denn ich habe 7 (in Worten: SIEBEN!!) Adventskalender von lieben Menschen bekommen. - Na, das ist wohl Gejammer auf hohem Niveau. <;o) 
Herzlichen Dank an euch alle, ihr Lieben! 
Ich freue mich täglich aufs Neue über meine Kalender, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Leider habe ich gezwungener Maßen viel mehr, als die eigentliche Arbeitszeit im Büro verbracht - und doch stehen alle Fotos ganz stark unter dem Eindruck der Erwartung dessen, der da kommen wird...


Racletteessen- Weihnachtsbasteln mit K. & S. Eine schöne Tradidion seit mehr als 25 Jahren. Den bunten Stern, den ich  dieses Mal gebastelt habe, seht ihr weiter unten. Liebe K., liebe S., ich freu mich schon aufs Racletteessen- Osterbasteln 2015! ;o)

Das 1. Licht. Mit völlig neuer Deko. An der Eulenkugel kam ich nicht vorbei...

1. Dezember: es geht los. Mein Adventskalender von den beiden Söhnen.

Kurze Zeit dominierte das Weiß: der 1. Schnee unter meinen schwarzen Füßen...

Rot soweit das Auge reicht. Einer davon wohnt nun hier am Essplatzfenster...

Im Büro. Der Sternenkranz braucht das Licht und ich komm erst im Dunkel nach Hause...

Nikolausschuh des jüngeren Lieblingssohnes. Ähöm. Äh. Ist der frisch geputzt?


Ja, so war sie hier bei uns, die Woche.
Hoffentlich konntet ihr mit euren Familien die Tage genießen und gebührend bewußt erleben.
Ich wünsche euch einen schönen und ruhigen 2. Adventssonntag.

Advent: dem Licht immer mehr Raum geben.

Herzlicher Claudiagruß

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Sterne basteln: Weihnachtsstern "to go" (Zauberstern) - gebastelt aus (Papier-) Quadraten...


...am Barbarazweig...



 

Barbaratag


Geh in den Garten am Barbaratag.
Geh zu dem kahlen Kirschbaum und sag:
Kurz ist der Tag, grau ist die Zeit;
der Winter beginnt, der Frühling ist weit.
Doch in drei Wochen, da wird es geschehen:
Wir feiern ein Fest, wie der Winter so schön.
Baum, einen Zweig gib du mir von dir.
Ist er auch kahl, ich nehm ihn mit mir.
Und er wird blühen in seliger Pracht
mitten im Winter in der heiligen Nacht.

Josef Guggenmos 



Heute, am 4. Dezember ist Barbaratag!
Ok, unser Zweig wurde nicht von einem Kirsch- sondern von einem Birnbaum geschnitten.
Man muß halt nehmen, was man kriegt ;o)
Ich bin gespannt, ob wir tatsächlich Blüten bekommen werden. Bislang hat das noch nie geklapt und zudem ist dieser Herbst ganz lange so sonnig und mild gewesen. Gerade erst gestern war es bei uns hier zum ersten Mal in dieser Saison so richtig knackig kalt geworden.

Unserer Barbarazweig steht auf dem Esstisch neben dem Adventskranz und ich habe den kahlen Zweig mit einem Papierstern geschmückt. 
Dieser Papierstern ist ein Weihnachtsstern "to go", denn man kann ihn ganz einfach zusammenlegen und dann z. B. prima mit einem Brief verschicken.

Hier kommt die Anleitung, gebraucht werden: 
  • Papier (ganz normales weißes oder farbiges Schreibpapier. Dünnes Geschenkpapier geht auch)
  • Bleistift, Geodreieck und Schere
  • Kleber
  • Garn, eine dünne Nähnadel und
  • eine kleine Perle 

Zuerst mit Hilfe von Stift und Geodreieck auf dem Papier 5 gleichgroße Quatrate aufzeichnen.
Je nachdem, wie groß der Stern werden soll, kann die Seitenlänge variiert werden.
Für den ersten Versuch sind vielleicht 5 oder 6cm Seitenlänge nicht schlecht. Wer es etwas filigraner möchte, nimmt nur 4cm.




Die Quadrate nun zuschneiden. Ich habe ein Papier mit verschiedenfarbigen Seiten benutzt, damit auf den Fotos die einzelnen Schritte besser erkennbar sind. Das Papier war zuvor gerollt, deshalb wirken meine Quadrate auf dem Bild nur rechteckig. Es müssen aber WIRKLICH Quadrate sein!


Waagerecht zur Hälfte falten (Goldseite außen) und wieder aufklappen...

... jetzt senkrecht zur Hälfte falten (Goldseite außen) und auch wieder aufklappen...

... das Papier wenden (weiße Seite außen) und einmal diagonal falten.

Wieder öffnen. Nun sieht es so aus...

... und legt sich fast von allein in die richtige Form zusammen.

Noch ein wenig fest drücken. Ihr habt jetzt wieder ein Quadrat.

Alle 5 Quadrate auf die gleiche Weise herstellen. Sie müssen nun aufeinandergeklebt werden.
Der Klebstoff wird auf die äußere Seite aufgetragen, die ihr auf dem oberen Bild seht. Das nächste Quadrat wird dann genau gleich darauf gesetzt. 


Hier drücke ich 2 Quadrate an der Klebefläche zusammen.

Auf die hintere Seite kommt nun auch wieder Kleber und das nächste Quadrat wird angeklebt, bis alle "verbraucht" sind und sozusagen ein Stapel geklebt ist:




Wenn der Kleber getrocknet ist und ihr den Stern öffnet/ auseinander zieht, sieht das so aus:



 

Jetzt das Garn einfädeln und für die Aufhängung durch die offenen Ecken den Faden ziehen:




Beide Fadenenden durch die Perle ziehen und das Garn in der gewünschten Länge gut verknoten. Die Perle nach unten schieben. Sie dient als Verschluß der 2 offenen Seiten des Sternes...







Ach ja. Und wenn der Stern weggeräumt, oder im Brief verschickt werden soll, einfach die Perle wieder nach oben schieben, den Stern zusammenklappen und mit dem Aufhängefaden umwickeln:





Ich verspreche, es klingt komplizierter, als es ist.
Probiert es einfach mal aus.

Hier ist noch ein 2. (weißer) Stern aus festem Transparentpapier entstanden und der macht sich nun im Briefumschlag auf eine Reise... 





Ich muß jetzt zur Arbeit und habe (seuftz) bis 18 Uhr Spätdienst...Euch noch einen schönen Tag!

Viele Claudiagrüße





Montag, 1. Dezember 2014

Willkommen im... Dezember!




 

Dezemberzauber   

(... oder wie schön ist der Dezember)

Lichterhelle Tannenbäume,
Schneesterne, Dezemberträume.
Mandelkekse, Honigkuchen,
nach geheimen Päckchen suchen.

Silberheller Mondenschein
strahlt des Nachts ins Zimmer rein.
Sternenfunkelglitzerglanz.
Himmelsreigen, Engelstanz.

Märchenzauber, Liederreigen.
Kinderglück und Freude zeigen.
Zaubermärchenweiße Pracht.
Schlittenfahrt und Schneeballschlacht.

Alle Seen sind zugefroren.
Kalt die Nasen, rot die Ohren.
Spiel und Spaß und Fröhlichkeit.
Das ist die Dezemberzeit.

Und dann ist er endlich da.
Der allerschönste Tag im ganzen Jahr.
Heiligabend. Stille Nacht.
Und ein Kind, das leise lacht...

Elke Bräunling



 
Für dieses Jahr im Dezember möchte ich mich in mehr Gelassenheit üben. 
Dem Adventsgedanken, der Besinnung, der Freude und dem Genuß mehr Raum geben. Mehr auf das schauen, was wirklich wichtig ist.


Ach, ihr Lieben, diesmal bin ich mit meiner Adventsvorbereitung total im Verzug.
Das Küchenfenster ist ungeputzt, noch nicht geschmückt und im Blumenkasten davor, in den eigentlich im Dezember (wie hier - klick) eine kleine Konifere und rote Beeren gehören, blühen noch die Chrysanthemen.

Nachdem gestern endlich der Adventskranz für das Wohnzimmer immerhin fertig geworden war und wir zum Kaffeetrinken die erste Kerze angezündet hatten, ärgerte ich mich über die hereingebrochene Dunkelheit. 

Die Küche war noch nicht dekoriert - und doch habe ich mich auf das Sofa gesetzt und diesen Post vorbereitet, anstelle herumzuwirbeln.
Vielleicht ein guter Anfang für mehr Gelassenheit und weniger Perfektionismus...

  Euch und uns wünsche ich eine wunderbare, entspannte, frohe und besinnliche Adventszeit.

Viele Claudiagrüße 

 

<;o)

 

Sonntag, 23. November 2014

7 Tage - 7 Bilder. Ein Wochenrückblick


Puh, war das eine Wocche...
Noch am Montag habe konnte ich frohgemut nach frühem "Feiermittag" das herrliche Wetter auf dem Balkon genießen. - Und ab Dienstag lag ich dann mit einem Virus völlig flach. 
Fiese Kopf- und Gliederschmerzen waren meine Begleiter, Bett und Sofa die Hauptaufenthaltsorte.
Entsprechend unspektakulär sind meine Fotos:


Ein später hungriger Gast auf dem Balkon
 
 Lichtspiel am sonnig- warmen Novembermontag

Dahingerafft

Stärkender Herbstgenuß: Kürbis- Nudel- Auflauf
 
Er will trotz allem versorgt werden: unser Urlaubsgast Max, Kater meines Vaters

Süßer Trost: gebacken vom älteren der beiden Lieblingssöhne

Endlich mal wieder außer Haus: Vorzeichen beim Samstagseinkauf <;o)

Nur noch eine Woche bis zum 1. Advent... und hier gilt es noch viel vorzubereiten. 
Das Virus hat mich in meinem Zeitplan leider ziemlich zurückgeworfen. So schlecht habe ich mich schon lange nicht mehr gefühlt. Zum Glück scheint das Gröbste nun überstanden...

Euch wünsche ich eine wunderbare, gesunde neue Woche.

Freut ihr euch auch so sehr auf den Advent?

♥- liche Claudiagrüße




"7 Tage - 7 Bilder" ... gesammelt von Frau Frische Brise. - Sonntags ein Rückblick auf die vergangene Woche

Dienstag, 18. November 2014

Rezept für Apfelgelee mit Karamell & gebastelte Äpfel aus Papier


Weil sich der Herbst langsam zum Ende neigt, möchte ich heute am Blog hier schnell den Apfel noch einmal zu Ehren kommen lassen.
Immer mal wieder gibt es bei uns ein köstliches Apfelgelee mit Karamellstückchen.
Das Gelee koche ich aus Apfelsaft, den man in einer nahegelegenen Obstplantage "lose" kaufen kann.
(Ich bin eigentlich kein Fan von Äpfeln oder Apfelsaft, aber dieser reine Saft ist ein echter Genuß!)





Für das Gelee braucht man folgende...

Zutaten: 

  • 700 ml Apfelsaft
  • 2 säuerliche Äpfel
  • 1 Päckchen Zitronensäure
  • 1 Messerspitze gemahlene Vanille
  • 100 g weiche Karamellbonbons
  • 1 Paket Gelierzucker 2:1

So gehts:

Zuerst natürlich die Gläser (siehe unten *) vorbereiten, dann die Karamellbonbons in feine Stücke hacken und beiseite stellen. Die Karamellstücke werden NICHT mitgekocht!




Den Apfelsaft in einen Topf füllen, die Äpfel schälen, entkernen, fein hobeln und rasch ebenfalls in den Topf geben (zügig arbeiten, damit die gehobelten Äpfel nicht braun werden) ...




Saft und Äpfel zusammen mit dem Gelierzucker erhitzen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Zitronensäure und gemahlene Vanille zugeben, eine Gelierprobe machen.




Das Gelee in die vorbereiteten Gläser füllen und nun die Karamellstückchen auf alle Gläser aufteilen. 




Die Gläser verschließen, kurz schütteln, damit die Karamellstücke nicht als Klumpen zum Boden sinken und auf den Deckel gedreht eine Viertelstunde stehen lassen. 
Nun die Gläser wenden, damit sich das Karamell gleichmäßig verteilt und nach weiteren 15 Minuten wieder zurück auf den Deckel drehen.
Nochmals nach 15 Minuten die Gläser ein letztes Mal wenden und jetzt völlig erkalten lassen.
Das Apfelgelee ist fertig...und leeecker!




Außerdem wurden noch kleine Äpfelchen aus meinen alten Buchseiten (von hier - klick) gefertigt. 
Auch hier (klick) und hier (klick) hatte ich bereits adventliche Basteleien aus den Buchseiten vorgestellt.

Natürlich kann man auch jedes andere Papier verwenden und die Größe der Äpfel variieren.




Aus Tonkarton habe ich mir (freihändig) eine Schablone (rot) für Apfelhälften angefertigt.
Das Papier knicken, die Schablone mit der geraden Seite am Knick anlegen und mit einem Bleistift die (runde Apfelseite) Kontur markieren. Durch die geknickte Mitte entsteht auf diese Weise trotz halber Schablone ein ganzer Apfel.

Meine Äpfel sind etwa so groß, wie ein 2 Euro- Stück.
Pro Apfel werden bei dieser Größe 10 einzelne Blättchen benötigt, (mehr Blätter können erforderlich sein, wenn die Äpfel größer werden sollen, sonst wirken sie eventuell nicht plastisch genug) die mit einem Klebestift von der Außenseite aneinander geklebt werden, wie auf den Fotos abgebildet.
Als Apfelstiel mittig einen keinen Zweig mit einkleben. 
Mir gefallen die Papieräpfel sowohl als Herbstdeko und auch als Adventschmuck.






Die Äpfel hängen übrigens am Zweig mit meinen (nass) gefilzten Hagebutten vom Wochenrückblick (klick).

Ich bin total froh über meinen Hagebuttenzweig, sage ich zum Sohn....
(Er brummt irgendwas und schaut flüchtig  über die Schulter zum Esstisch, auf dem die Vase mit dem Zweig steht.)
...Von fern sehen die total echt aus, findest du nicht?
Ihm entfährt ein ungläubiges: WAAAAS? - Die sind gar nicht echt?  ;o)





* Die Gläser vorbereiten:
Wichtig ist absolute Sauberkeit! Sonst schimmelt es - und das wäre doch sehr ärgerlich.
Die Gläser und auch die Deckel werden sterilisiert, indem man randvoll kochendes Wasser hineingießt 
(etwas überlaufen lassen) und ca. 1 Minute wartet. Das Wasser wegschütten und nun Gelee einfüllen.






Sonntag, 16. November 2014

7 Tage - 7 Bilder. Ein Wochenrückblick


Rückblick auf eine Novemberwoche.
Ich liebe sie, diese Zeit.
Die leicht morbide Stimmung verhangener Tage, durch die das leuchtende Gelb des Laubes erst so richtig zur Geltung kommt.
Das Leben hat sich nach drinnen verlagert. Auch die Natur scheint Einkehr zu halten.
Die Heimlichkeiten und das Geknispel der Adventszeit werfen ihre Schatten voraus. Es wird gebastelt, Adventskalender werden vorbereitet, bei den Chorproben die entsprechenden Stücke geübt. Die Vorfreude wächst. Haaaaach. So schön!


Bauernmarkt am Bahnhof: die Bäume sind bereits mit Lichterketten geschmückt.

Unglaublich: mitten im Betrieb fiel plötzlich ohne Vorwarnung die (heiße!!!) äußere Scheibe der Herdtür ab. Zum Glück ist niemandem etwas passiert, die Scheibe blieb heil (dahinter wollte ich schon immer mal putzen... ;o) und man konnte sie problemlos wieder einsetzen.

Lange verweilt: bei schöner Straßenmusik in der Fußgängerzone

Endlich: zum ersten Mal im Leben nicht mit der Nadel, sondern nass gefilzt.

Geirrt: hat sich wohl dieser Sämling meiner Kapuzinerkresse in der Jahreszeit 

Geschenk: Kostprobe von der Tante des Liebsten. Danke, liebe G. deine Vanillekipferl waren köstlich!!!

Herbstfreude im November: ER (klick ) besucht uns noch immer

Eine gute neue Woche für euch! Herzliche 

Claudiagrüße


"7 Tage - 7 Bilder" ... gesammelt von Frau Frische Brise. - Sonntags ein Rückblick auf die vergangene Woche


Donnerstag, 6. November 2014

Anders, als gedacht: Im Wald


Neulich, als der Herbst uns noch mit sonnigem, mildem Wetter verwöhnt hat, gelang es mir ausnahmsweise an einem Tag schon mittags in den Feierabend zu starten.
Auf dem Weg zum Auto überkam mich ganz plötzlich die starke Sehnsucht nach frischer Luft, Natur und Bewegung.
Für den Nachmittag lagen keine Verpflichtungen mehr an - und spontan beschloss ich, in den Wald zu gehen.




Mein Auto parkte ich am Waldrand und lief, die Kamera in der Tasche, einfach los.
Es fühlte sich so gut und besonders an, heute tun zu können, wonach mir gerade zumute war. Frei und unbeschwert. Mein ganz persönlicher Luxus!




Ich genoss die Zeit, schlenderte ohne Eile durch das Laub, links und rechts schauend, innehaltend, fotografierend. So schön!
Durch das bunte - schon ein wenig gelichtete Blätterdach der Bäume fielen die Sonnenstrahlen und verbreiteten ein warmes, weiches Licht.






Die Stille wurde nur durch die Geräusche des Waldes unterbrochen. Wie gut das tat.
Frau Alltagbunt allein im Wald...




Nein, doch nicht allein, viele Männlein standen im Walde auf ihrem einen Bein...






Erkennt ihr den Kreis?
Überall auf dem Waldboden fanden sich diese Pilzformationen. Wunderwerk der Natur!
Und dieser nette Gesell begegnete mir am Wegesrand.




Ich lief und lief, mein Weg führe mich - fern der üblichen Runde, an den Waldrand, an einem Feld entlang. Silbrige Spinnweben zwischen den Ackerfurchen, die Sonne stand mittlerweile schon deutlich tiefer.




Es wuchsen Eichen dort und ich hockte mich hin und sammelte eine Zeit in Gedanken versunken Eichelhütchen, weil ich für einen Basar noch einmal diese Eichelohrringe (klick) basteln wollte.

Ganz plötzlich fühlte ich mich beobachtet, sprang auf und drehte mich zum Weg um.
Nur noch wenige Meter von mir entfernt fuhr ein sehr dünner Mann auf seinen Rad in meine Richtung.
Er trug ein rotes Sweatshirt und hatte trotz des warmen Wetters die Kaputze weit ins Gesicht gezogen.
Viel von ihm konnte ich nicht erkennen, nur seine graue Hautfarbe ist mir im Gedächtnis geblieben.
Er fuhr an mir vorbei und ich schaute ihm erschrocken nach, bis er in der Ferne verschwunden war.

Der Schreck saß mir in den Gliedern. Am schlimmsten war wohl, dass ich ihn nicht hatte kommen hören, bevor er bereits sehr nah war.
Es war eigentlich gar nichts geschehen - und doch, die entspannte, gelöste Stimmung und Unbekümmertheit waren schagartig verflogen. Ich wollte zurück zu meinem Auto. Sofort!!
Hastig machte ich mich auf den Weg, schaute nicht mehr rechts und links, lief nicht mehr auf dem Waldweg, sondern ein Stück daneben. Dort, wo man nicht radfahren konnte und das raschelnde Laub Schritte geräuschvoll vernehmbar werden ließ...
Schade. Vorerst hat mich für solche Exkursionen der Mut verlassen.